13.05.2017  Nürnberg

DEUTSCHER GENDER KONGRESS

Chancengleichheit für Männer und Frauen in allen Lebensbereichen. 

 

Gender bedeutet Geschlecht. Nicht weibliches oder männliches Geschlecht. Seit den 90´er Jahren jedoch galt: Wo Gender draufsteht, ist Frauenpolitik drin.

Diese Einseitigkeit wird auf dem DEUTSCHEN GENDER KONGRESS aufgehoben. Geschlechterpolitik wird hier in einem ganzheitlichen Sinne interpretiert.

Eingeladen sind sowohl Frauen- als auch Männerverbände, die Politik, Medien, Justiz und das Bildungswesen. Grundlage des Diskurses sind gegenseitige Wertschätzung und ein paritätisches und partnerschaftliches Verständnis von Mann und Frau auf Augenhöhe.

 

Der Kongress möchte einen Beitrag leisten zur Überwindung der bestehenden Polarisierung und der tradierten Rollenmuster in der vorherrschenden Gleichstellungs-, Bildungs- und Familienpolitik in Deutschland.

 

 

Zielgruppe

Mitglieder von Verbänden aus der Jungen-, Männer-
  und Väterarbeit

- Mitglieder von Verbänden aus der Mädchen-,
  Frauen- und Mütterarbeit

- Vertreter /-innen aus der Politik, Justiz und den
  Medien

- Mitarbeiter /-innen aus der Jugendhilfe, den
  Wohlfahrtsverbänden und der öffentlichen
  Verwaltung

- Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen
  (NGOs)

- Engagierte Frauen und Männer mit Interesse an
  ganzheitlicher Geschlechter- und Familienpolitik

 

SPD und GRÜNE unwählbar

 

Die Parteien SPD und GRÜNE verlieren derzeit viele Stimmen. Zu Recht. Denn mit solch erzkonservativen familienpolitischen Programmen gehören weder GRÜNE noch SPD in den 19. Deutschen Bundestag.

Wer sich um alle Minderheiten dieser Republik sorgt, aber gleichzeitig das natürliche Band zwischen Kindern und ihren Eltern entweder vollständig negiert, wie die GRÜNEN, oder aber nur mit Trauschein anerkennt, wie die Sozialdemokraten, der hat auf der Regierungsbank nichts verloren. Wer dazu die Situation der Getrennterziehenden Eltern konsequent igno-riert, der gehört abgewählt. Selbst die nicht gerade richtungs-weisende Union ist da besser aufgestellt. Die CDU spricht auf ihrem Parteitag 2015 von Förderung von Getrennterzie-henden Eltern, die CSU auf ihrem Parteitag 2016 immerhin von "Flexibilisierung des Residenzmodells". Das ist alles kaum der Rede wert, weil ohnehin längst in der Diskussion oder geltende Rechtslage, aber es zeigt ein Mindestmaß an gesell-schaftlicher Wahrnehmung. Jedoch nicht einmal das haben die sog. Familienpolitiker*innen von Roten und Grünen hinbekommen, in ihrem Elfenbeinturm ist es scheinbar ku-schelig. Das ist schade. Denn auf Kommunal- und Landes-ebene leisten beide Parteien beachtliches, wie z.B. in Nürn-berg oder Baden-Württemberg.

SPD Programmentwurf (ab Zeile 82)

"Für uns ist Familie dort, wo Menschen füreinander Verant-wortung übernehmen - von der klassischen Ehe zwischen Mann und Frau, über alleinerziehende Mütter und Väter, Patchworkfamilien, bis zum gleichgeschlechtlichen Paar."

 

Getrennterziehende aus Sicht der SPD?

Gibt's nicht. Kinder gehören nach Trennung fest zur Mutter, ist doch klar. Patchwork ist prima, aber der getrennte Elternteil darf allenfalls pünktlich überweisen, sonst macht ihm sozial-demokratische Politik Beine, weil er ja nicht mehr fahren darf, wenn's nach Hr. Gabriel und Fr. Schwesig geht (Führerschein weg).


Bündnis 90 / Die Grünen (Programmentwurf, GS-KA-01, Antrag des Bundesvorstands, S. 94):

"Familien sind inzwischen so vielfältig wie das Leben selbst: Es gibt verheiratete Paare mit Kindern, Alleinerziehende, Patchwork-Familien, nichteheliche Familien oder Regenbogenfamilien. Wir Grünen machen eine Politik, die Familien in allen Formen und Modellen unterstützt. Deshalb sorgen wir dafür, dass die finanzielle Absicherung von Kindern und Familien nicht länger vom Lebensmodell der Eltern abhängt. Den sozialen Eltern, also Menschen, die wie in vielen Patchwork-Familien langfristig Verantwortung für ein Kind übernehmen, ohne dessen leibliche Eltern zu sein, fehlt ein rechtlicher Rahmen für ihre Familienform. Und das, obwohl sie feste Wegbegleiter*innen ihrer Kinder sind."

Getrennterziehende aus Sicht der Bündnisgrünen?

Nicht der Rede wert, der neue Partner des "alleinerziehenden" Elternteils, der "soziale Elternteil" in Patchworkfamilien, der soll einen, Zitat "rechtlichen Rahmen" bekommen, der andere leibliche Elternteil ist dagegen zu vernachlässigen, weil multilokale Lebensformen für die in den 90er Jahren stehengebliebenen Grünen nicht vorstellbar sind.

Quelle: Tim Walter


Liebe Gäste des Genderkongresses 2017,

 

dieser Kongress bietet allen Akteuren, die sich für Gleichberechtigung, Familien- und Gesellschaftspolitik interessieren, Gelegenheit zur Information, Eigendarstellung, zum sachlichen Meinungsaustausch bis hin zur Mediation. Wenn Sie nach dem Kongress sagen: "Das hätte ich nie gedacht!", dann hat er sein Ziel erreicht, Sie zu neuen Gedanken, Erkenntnissen und zu einer fundierten Meinung zu bringen. 

 

Unsere renommierten Referenten berichten in Fachvorträgen über ihre Tätigkeiten und Erfahrungen. Sie bringen die Gäste auf den Erkenntnisstand von heute und zeigen auf, an welchen Stellen die Gleichberechtigung aus der Sicht beider Geschlechter lichterloh brennt.

 

Die Inszenierung einer populistischen Konfrontation von vermeintlichen Vertretern der Geschlechter, nach dem bekannten Muster vergangener Veranstaltungen, wird nicht stattfinden. Ein halbes Jahrhundert nach Willy Brandts legendärer Aufforderung an uns alle, "mehr Demokratie zu wagen", würde er uns heute vermutlich dazu auffordern, "mehr Vater" zu wagen. Gerade mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl und der fortschreitenden Männerdiskriminierung. Wer sich nur in den Echokammern seines immer gleichen Meinungsumfeldes aufhält, wird niemals das genießen, was unsere Demokratie ausmacht: "Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit".

 

Ein geeintes politisches Engagement gegen die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften hat zu einer spürbaren Zunahme und Beachtung in der Öffentlichkeit geführt. Das begrüßen wir. Und heben hervor, dass es auch Männer und Väter aller Bevölkerungsschichten waren, die dieses Streben nach Gleichberechtigung und Anerkennung unterstützt und zum Erfolg geführt haben. Es wäre eine gute Gelegenheit für alle Lesben- und Schwulenvereinigungen, aus der eigenen Erinnerung an die Zeit ihrer Diskriminierung, eine Motivation für die Unterstützung von Jungen, Männern und Vätern zu finden, die sich heute gegen ihre Diskriminierung zur Wehr setzen müssen. Wo heute überall Diskriminierung stattfindet, wird auf dem Kongress als Schwerpunktthema dargestellt. Die Verbände sind herzlich eingeladen, sich auf dem Kongress sachkundig zu machen. Zudem besteht die Möglichkeit, wie für alle anderen Gäste auch, sich in eigener Sache mit einem Infostand darzustellen. Bitte melden Sie sich dazu an.

 

Die Initiatoren haben im Vorfeld alle politischen Gruppen eingeladen und großen Wert darauf gelegt, keinen auszugrenzen. Doch wie schon beim letzten Genderkongress, ist auch dieses Mal eine Aktion zur Verhinderung der Veranstaltung angelaufen. In einem der verbreiteten Schreiben zum Abwerben unserer Teilnehmer und Referenten fanden wir (neben zahlreichen Recht-schreibfehlern) eine falsche Verwendung politischer Vokabeln. Wir sind tolerant genug, es zu ertragen und verzichten auf eine Veröffentlichung. Übrig bleibt für uns die nicht ganz nebensächliche Frage, ob die Urheber solcher Telefonterror- und Verleum-dungsaktionen sich noch auf rechtsstaatlichem Boden befinden. Wir sehen sie dort nicht mehr.

 

All jene, die sich für die Integrität der Kongress-Initiatoren interessieren, verweisen wir gerne auf die Website unseres Ver-eins www.vaeter-netzwerk.de. Neben den Vereinszielen ist dort auch die Vereinssatzung veröffentlicht. Darin bekennen sich die Mitglieder unter § 14 zur Anerkennung der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung. Auf den Webseiten unserer Verleumder habe wir ein öffentliches Bekenntnis zur herrschenden Rechtsordnung nicht finden können. Ein Versäumnis, das unser Bedenken auslöst. Die Mitglieder des Vereins Väter-Netzwerk e.V. respektieren die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von Personen, Gruppen, Vereinen und Organisationen, sowie deren eigene Art und Weise, sich für politische Ziele einzusetzen. Eine gleiche Eigenständigkeit und Unabhängigkeit beansprucht der Verein Väter-Netzwerk e.V. für sich. Es wird von uns nicht angestrebt, andere Personen, Gruppen, Vereine und Organisationen für unsere Ziele zu vereinnahmen.

 

Bei all der Ernsthaftigkeit des gewichtigen Themas wird am Wochenende 12.-14. Mai die Erholung nicht zu kurz kommen. Dafür haben wir einige Aktivitäten geplant, die Ihnen die schöne Stadt Nürnberg näher bringen und vielleicht sogar lieb gewinnen lassen. Begegnungen mit anderen Menschen sind eine Bereicherung des eigenen Lebens. Kommen Sie zum Deutschen Gender Kongress 2017 und bereichern Sie sich!

 

Seien Sie herzlich willkommen! Ich freue mich auf Sie. Ihr

Jörg Langanke

1. Vorsitzender

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